Alternativtherapien

Ernährung - der wichtigste Grundbaustein

Gerade zu diesem Thema gibt es besonders viele und extrem widersprüchliche Empfehlungen. Zwei Dinge scheinen mir aber besonders wichtig:
1) Es ist lebensgefährlich den Krebs „aushungern“ zu wollen. Nichts oder fast nichts mehr zu essen, schwächt den ganzen Organismus und diese Art von Therapie lehne ich deshalb strikt ab.
2) Ernährungsempfehlungen durch Ärzte bei einer so schwerwiegenden Diagnose wie Krebs müssen ganz individuell auf den Menschen abgestimmt werden und dürfen erst nach Austestung von etwaigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten (siehe auch Rubrik DARMKRANKHEITEN) festgelegt werden.

Trotzdem gibt es einige allgemeingültige Regeln:

- Essen Sie immer nur frisch zubereitete Nahrung.
- Essen Sie Lebensmittel, die viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, aber unbedingt aus kontrolliert biologischem Anbau.
- Kochen Sie die Lebensmittel schonend, um dem Vitamingehalt zu erhalten.
- Essen Sie wenig Fett und achten Sie auf einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (pflanzliche Fette und Öle).
- Meiden Sie grundsätzlich konservierte Nahrungsmittel wie Wurst etc.
- Essen Sie, sofern Sie es vertragen, Vollkornprodukte (oder Frischkornbrei) und achten Sie darauf, dass ca. 2/3 Ihrer Ernährung aus Kohlenhydraten bestehen.
- Essen Sie besser 4-6 x täglich kleine Mahlzeiten und trinken Sie genügend (gesundes) Leitungswasser oder ungezuckerten Kräutertee. Kaffee meiden!
- Achten sie auf den täglichen Stuhlgang und dessen Konsistenz, Farbe und Geruch.
- Eventuell wird eine optimale Verdauung nur durch eine sehr einseitige Ernährung und durch zusätzlich gesunde Darmbakterien und Enzympräparate zu erreichen sein.
- Meiden Sie unbedingt Nikotin !
- Alkohol eher meiden ! Im Einzelfall kann aber sehr mäßiger und regelmäßiger Alkoholkonsum z.B. 1/8 Liter milder Rotwein zur selben Tageszeit sehr nützlich sein.


Der gesunde Schlafplatz

Jeder an einer bösartigen Erkrankung Leidende darf nicht mehr in das Bett zurück, in dem er krank geworden ist !
Diese historisch gewordene Aussage tat kein Geringerer als Prof. Ferdinand SAUERBRUCH (*1875 +1951). Dieser in Medizinkreisen weltberühmte Chirurg wirkte in Berlin und Zürich und schrieb diesen Satz jedem Patienten in den Arztbrief.
Seit meiner Jugend - bis heute - habe ich mich mit dem Thema „gesunder Schlafplatz“ sehr beschäftigt und kann obiger Aussage deshalb nur zustimmen. Heutzutage sind sogar neue Belastungen am Schlafplatz dazugekommen, die es in der ersten Hälfte des 20.Jhs. sicher noch nicht gab (z.B. elektrische Wechselfelder/elektromagnetische Felder).
Auch ich kann deshalb jedem Krebspatienten (aber auch allen anderen chronisch Kranken) nur den guten Rat geben, unbedingt den Schlafplatz/Arbeitsplatz von einem erfahrenen Baubiologen und Radiästheten untersuchen lassen
(siehe Rubrik BAUBIOLOGIE).


Die Misteltherapie

Die Mistel als Heilpflanze: Die weißbeerige Mistel (Viscum album L.) ist eine auf Bäumen wachsende Pflanze, die sich durch ihr auffälliges Äußeres (weiße, kugelige Gestalt, immergrüne Blätter) und ihr besonderes Verhalten (Blütezeit und Fruchtreife im Winter) aus der übrigen Pflanzenwelt deutlich abhebt. Schon seit dem Altertum und Mittelalter kennt man die Mistel bereits als Heilpflanze (Hildegard von Bingen). Bereits seit 1920 (Rudolf Steiner) werden Mistelpräparate als Spritzen auch in der Krebsbehandlung eingesetzt, wobei die Wirksamkeit durch Weiterentwicklung des speziellen Herstellungsverfahrens wesentlich verbessert werden konnte.
Die HELIXOR Mistelextrakte werden von 3 verschiedenen Wirtsbäumen gewonnen:
• Helixor A stammt von der Tannenmistel
• Helixor M von der Apfelbaummistel
• Helixor P von der Kiefermistel

Die einzelnen Sorten weisen gewisse stoffliche und therapeutische Unterschiede auf. Welche Sorte in welcher Stärke und in welchen zeitlichen Abständen die Spritzen nun subcutan an welcher Körperstelle appliziert werden, entscheidet der mit dieser Therapie vertraute Arzt. Dies setzt eine große Erfahrung voraus !
Die Misteltherapie ist eine auch von reinen Schulmedizinern anerkannte Alternativtherapie und wird deshalb auch in den meisten Fällen von den Krankenkassen bezahlt!
Eine Misteltherapie kann eine Operation, eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie nicht ersetzten, aber sinnvoll ergänzen.

Inhaltsstoffe: In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Inhaltsstoffe der Mistel genauer erforscht. Dabei handelt es sich in erster Linie um kompliziert gebaute Kohlenhydrate (Polysaccharide) und Eiweißstoffe (Viscotoxine und Lektine), die im Experiment hochinteressante Eigenschaften zeigen: Sie wirken zellteilungshemmend in Zellkulturen, stimulierend auf das Abwehrsystem- (Immun-) system des Organismus oder beides zusammen. Während einzelne Inhaltsstoffe ganz bestimmte, aber begrenzte Wirkungen haben, ist der eigentliche „Wirkstoff“ der Mistel nach wie vor der Gesamtextrakt. Für ihn konnte eine umfassende Wirksamkeit beim Krebspatienten nachgewiesen werden.

Wirkungsweise: Eine Misteltherapie kann das Tumorwachstum hemmen ohne Beeinträchtigung gesunder Gewebe. Eine Misteltherapie kann also die körpereigene Immunabwehr ganz wesentlich anregen, die Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie verbessern und die Lebensqualität anheben, indem die körpereigenen Abwehr- und Ordnungskräfte gezielt gesteigert werden. Lebensqualität heißt hier: Appetitanregung, Schlafverbesserung, Stimmungsaufhellung und Schmerzlinderung.
So kann in vielen Fällen eine Verlangsamung, manchmal sogar ein Stillstand oder gar eine Rückbildung des bösartigen Wachstums erzielt werden. Auf Grund dieser Wirkungsweise ist eine Zusatztherapie mit Mistelextrakten bei allen Tumorarten, auch bei bösartigen Erkrankungen des Lymph- und Blutsystems in allen Erkrankungsstadien sinnvoll und indiziert !

Zusammenfassung: Eine Misteltherapie ist also eine in der Schulmedizin anerkannte Behandlung von bösartigen Tumoren mit einem in Österreich registrierten und zugelassenen Arzneimittel durch die Hand eines Arztes.