Warum Vitamine?

Warum ist es heutzutage wichtig, Vitamine zu ergänzen ?


* Es gibt verschiedene Lebensphasen, in denen jeder Mensch unter erhöhten physischen und psychischen Belastungen leidet und damit teilweise sehr hohen Vitaminbedarf hat. Ganz natürliche Belastungssituationen treten in der Wachstumsphase, in der Schwangerschaft, in der Stillphase aber auch im höheren Lebensalter auf. Unnatürliche hohe Belastungen treten bei Krankheiten, bei psychischen Stresssituationen aber auch bei starken Anstrengungen, wie z. B. der regelmäßigen Ausübung von Sport, auf. Extrem wird es natürlich beim Leistungssport. Dazu gibt es übrigens ein ganz ausgezeichnetes Buch von Udo POLLMER: Lexikon der Fitness Irrtümer (empfehlenswert).


* Unglaublich viele Menschen leiden - ohne es zu wissen - jahrelang an Stoffwechselerkrankungen und subjektiv unbemerkt verlaufenden Darmstörungen ("man hat sich eben an die Verstopfung, die Blähungen, den Durchfall etc. gewöhnt"). Diese nicht wahrgenommenen Erkrankungen führen zu teilweise hochgradigen Mikronährstoffmangelzuständen. Enorme Mengen an freien Radikalen lassen die Menschen rasch altern und eine chronische Krankheit ist unausweichlich die Folge.


* Nun sind die Menschen oft verunsichert, ob zusätzliche Vitamintabletten sinnvoll sind oder nicht. Das kommt daher, dass oftmals Ernährungswissenschaftler in diversen Medien behaupten, eine ausgewogene, kalorienangepasste Ernährung mit einem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten, biologisch hochwertigem Eiweiß und entsprechend reduziertem Fettanteil reiche völlig aus. Das stimmt sicher im Normalfall bei gesunden Menschen und setzt aber einen optimal funktionierenden Magen-Darmtrakt voraus. Aber gerade am Verdauungstrakt liegt der Schwachpunkt: Die tägliche Praxis zeigt mir nämlich, dass heutzutage kaum noch jemand einen wirklich gesunden Magen-Darmtrakt besitzt. Vielmehr ist ein kranker Darm, ein sogenanntes chronisches Enteropathiesyndrom bei uns die Regel. Die Ursachen sind sehr viele . Siehe dazu meine Ausführungen unter dem Schwerpunkt Darmerkrankungen. Und damit ist es in den meisten Fällen mit der sogenannten gesunden Mischkost vorbei – weil eben ein kranker Darm aus einer noch so ausgewogenen Ernährung oftmals bestimmte Nährstoffe nicht aufnehmen kann. Ein Mangel – zumindest in Teilbereichen ist unausweichlich die Folge. Bei den Blutabnahmen in meiner Praxis werden täglich mehrere hundert Laborparameter (inklusive Vitamin und Spurenelemente) bestimmt und die Ergebnisse sprechen für sich.


* Tatsache ist jedenfalls, dass in unseren Breiten ein Mensch mit Mehrbedarf meist nicht genug Zellvitalstoffe aufnimmt: Vom kranken Darm einmal abgesehen - weiß man der Regel nicht, wie nun tatsächlich das Obst und Gemüse herangezüchtet wird und wie nun die Qualität der Nahrungsbestandteile (vor allem der Vitamine) durch den Versand oder die Lagerung leidet. Die Bodenverhältnisse in Mitteleuropa lassen außerdem kaum noch eine für die Ernährung ausreichende Quantität der Spurenelemente zu.. Die Fakten sind: Unser Boden enthält viel zu wenig Selen, teilweise auch zu wenig Magnesium, dafür aber einen relativ hohen Anteil an tw. toxischen Schwermetallen. Es ist also in frischem Gemüse nicht (mehr) unbedingt das enthalten. was drinnen sein sollte.


* Dazu kommen noch schlechte Rezepturen oder auch ein Zu-Tode-Kochen der Frischprodukte, wodurch sich weiter besonders die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verringern. Von den tausenden Tonnen Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden und anderen hochgiftigen Substanzen, die jährlich in Mitteleuropa als „Pflanzenschutz“ zum Einsatz kommen, ganz zu schweigen. Leider sind auch die sehr teuren Bioprodukte, wie viele Skandale in der Vergangenheit zeigten, nicht immer zu empfehlen. Zwar hatte die Menschheit noch nie so viele hochwertige Nahrungsmittel wie heute am Beginn des 21. Jahrhunderts zur Verfügung – aber auch noch nie so viele mit allen möglichen hochtoxischen Substanzen behaftete. Die richtige Wahl wird immer schwieriger !


* Fazit: alle Menschen, die einen Mehrbedarf haben (z.B. ist Stress Vitaminräuber Nummer eins geworden – und ich frage Sie: Wer steht heute nicht mehr unter Stress?) sollten sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Das bedeutet aber nicht, dass jahrelang alle nur möglichen Zellvitalstoffe zusätzlich zugeführt werden sollen, sondern ich bin der Meinung: Nur eine gründliche klinische Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt – in idealer Weise ergänzt durch eine Blutanalyse der wichtigsten Zellvitalstoffe – kann hier Klarheit schaffen.