Einleitung

Gesundheit beginnt bei den Zähnen !

Wer will nicht blendend weiße Zähne wie Perlen haben? In Deutschland haben sich sogar die kariesfreien jeden Alters – man höre und staune - in einem eigenen Club zusammengetan. Denn ist es nicht so, dass ein strahlendes Lächeln einfach attraktiv macht? Es stärkt das Selbstbewusstsein und aus der Sicht des biologisch tätigen Arztes sind gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch ein sehr wichtiger Hinweis auf einen gesunden Organismus. Oder anders ausgedrückt: durch die genaue Inspektion der Mundhöhle kann ein erfahrener Arzt auf sehr schnelle und einfache Weise sofort eine Vielzahl von Informationen erlangen. Allerdings ist nun jahrelange Erfahrung nötig, um diese Informationen auch richtig interpretieren zu können.

Wussten Sie, dass der Zahnschmelz die härteste Substanz in unserem Körper ist ? Und genau betrachtet, ein wahres Wunderwerk: Zahnschmelz besteht zu 95% aus Mineralien, zu 1% aus organischen Bestandteilen (Eiweiß) und zu 4% aus Wasser. Der Zahnschmelz ist so hart, dass der Bohrer des Zahnarztes mit Diamantsplittern belegt sein muss und mehr als 8000 Umdrehungen pro Sekunde !! braucht, um überhaupt durchzudringen. Die Natur hat diesen Schutzmantel besonders widerstandsfähig gegen Säureangriffe aus der Mundhöhle und gegen mechanische Verletzungen gemacht. Durchschnittlich ist der Zahnschmelz etwa 1mm , an den Höckerspitzen und Schneidekanten bis zu 2,5 mm stark. Und dennoch schaffen es die entkalkenden Säuren unserer modernen Ernährung sowie Keime aller Art, die ständig in der Mundhöhle vorhanden sind, ihr Zerstörungswerk zu beginnen. Kleinere Schäden am Zahnschmelz kann der Organismus durch die regelmäßige Nachbildung der Mineralschicht sogar wieder reparieren. Größere nicht – dann haben Kariesbakterien ein leichtes Spiel. Wie Holzfäller Kerben in einen Baum schlagen, so arbeiten nun die Kariesbakterien Tag und Nacht und ein Loch entsteht. Dann hilft nur noch eines: schleunigst zum Zahnarzt um Schadensbegrenzung zu betreiben. Das unausweichliche Bohren ist ja bekanntlich nicht gerade sehr angenehm. Deshalb wäre es klüger, sich ein wenig mit Vorbeugung zu beschäftigen.

Neben den allgemein bekannten TIPPS gegen Karies erscheinen mir 2 Punkte besonders wichtig:
• Auf Grund des allgemeinen Trends zu säurehaltigen Fruchtgetränken, Säften, Limonaden und Joghurts nehmen diese Zahnschäden deutlich zu. Das muss man wissen – dann wird man zuckerfreie Getränke mit wenig Säure wählen. Speziell bei dem ansonst so gesunden Fruchtsaft ist es besser, ein Glas auf einmal auszutrinken, als immer wieder einen kleinen Schluck zu nehmen. Menschen mit erosionsgefährdeten Zähnen (Zahnarzt fragen!) sollten beispielsweise nach dem Verzehr von Früchtemüsli oder Obst nicht sofort die Zähne putzen, denn die Fruchtsäure laugt die Oberfläche des Zahnes an und macht sie „weich“. Bei sofortigen Zähneputzen wird nun die Schutzschicht des Zahnes abgetragen. Der häufige Verzehr von „klebrige Naschereien“ ruiniert die besten Zähne ! Die Nuckelflasche der Kleinkinder mit dem gesunden Fruchtsaft sehe ich leider immer noch in der täglichen Praxis – und die unausweichlich damit verbundenen total kariösen Zähne sind noch immer viel zu häufig!
• Wenn schon oben genannte Ernährungsgewohnheiten nicht abzustellen sind, dann geben sie bitte ihren Kindern (aber auch die Erwachsenen sollten dies tun) einen zuckerfreien, am besten fluoridhältigen Zahnreinigungskaugummi nach jeder Nascherei oder Fruchtsaft. Dieser reinigt nicht nur schonend die Zähne sondern es wird auch noch eine hohe Speichelmenge produziert, was wiederum von Vorteil für die Zähne ist.

Die Säulen der Zahngesundheit bis ins hohe Alter lauten:

1. Konsequente Pflege ab dem Kleinkindesalter
2. Mindestens 2 x täglich Zähne putzen
3. Richtiges Zähneputzen will gelernt sein !
4. Zahngesunde und ausgewogene Ernährung
5. Fluoride bedarfs- und altersgerecht anwenden
6. Zahnreinigungskaugummi im Einzelfall anwenden
7. Regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt – mindestens 1 x jährlich