Elektrosmog

Die unsichtbare Gefahr

Was ist Elektrosmog: Hochspannungsleitungen, aber auch jedes Elektrogerät, wie Radio, Fernseher, Mobiltelefon, PC, Stereoanlage, Babyphon (sehr gefährlich und allgemein unterschätzt, weil der Sender meist unmittelbar neben dem Baby liegt), ja selbst ein Radiowecker erzeugen elektrische Felder und Wellen – eben Elektrosmog. Elektromagnetische Wellen dringen von außen in Häuser und Wohnungen, auch wenn Türen und Fenster geschlossen sind.
Ein hoch interessanter Versuch für jedermann: man stellt sich einfach unter eine Hochspannungsleitung und man kann die Vibrationen der Luft deutlich „fühlen“ und das Surren gut hören. Unter ganz bestimmten Bedingungen kann man unter einer 380 kV Leitung in der Nacht sogar das Edelgas einer Neonröhre leuchten sehen – ohne direkte Verbindung. Weil eben unter und neben Hochspannungsleitungen ein sehr starkes, unsichtbares elektrisches Wechselfeld in der Luft vorhanden ist. Zugleich entsteht immer, wenn Strom fließt, auch ein magnetisches Wechselfeld - und auch dieses ist stark gesundheitsgefährdend.

Grundsätzlich neigt jeder Mensch dazu, Dinge, die man nicht sieht, nicht spürt oder riecht, kurzum Dinge, die man mit den menschlichen Sinnen nicht wahrnehmen kann - auch nicht ernst zu nehmen. Ein kleiner Versuch zeigt sehr eindrucksvoll, dass für Menschen unsichtbare Strahlung sehr leicht sichtbar gemacht werden können: Leuchtstoffröhren beginnen zu glühen, wenn sie mit Strom versorgt werden. Und natürlich kann man die elektromagnetischen Felder und elektrischen Wechselfelder mit geeigneten Messinstrumenten heute leicht und exakt messen.
Trotzdem sagen viele Herren der Energiekonzerne, dass die Stromleitungen keinen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Internationale medizinische Studien und meine persönliche langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet zeigen mir aber ein völlig anderes Bild: Elektrische und magnetische Wechselfelder können nicht nur Schlafstörungen und Kopfschmerzen verursachen, sondern vor allem das Blutkrebsrisiko (Leukämie) steigt je nach Intensität dieser Wechselfelder enorm an.
In guter Erinnerung ist mir noch der 10-jährige leukämiekranke Junge, der im St. Anna Kinderspital austherapiert war und quasi zum Sterben nach Hause geschickt wurde. Die behandelnde Kollegin in Wien wusste zufällig, dass ich Schlafplatzuntersuchungen durchführe und nicht nur Erdstrahlen radiästhetisch aufspüre, sondern auch die technischen Felder mit Präzisionsgeräten ausmessen kann. In dieser hoffnungslosen Situation wurde ich also zu Rate gezogen und die verzweifelten Eltern taten mir sehr leid. Ich habe selbst Kinder und war im St. Anna Kinderspital als Arzt tätig. Ich wusste also, welches Schicksal sich da anbahnte – nämlich hilflos zuzusehen, wie ein Kind stirbt. Trotz extrem vieler Arbeit in meiner großen Ordination, da die Zeit sehr drängte, fuhr ich noch am selben Abend zu der etwa 40 km entfernten Familie und führte eine Schlafplatzuntersuchung durch. Hartmannstrahlung, Wasseradern und Ähnliches waren nicht zu finden. Aber das magnetische Wechselfeld am Schlafplatz des Jungen lag bei 100.000 nT (Nano Tesla) !
Der Zählerkasten des Hauses war im Flur in einer 40cm (!) starken Ziegelwand untergebracht. Und auf der anderen Seite dieser Ziegelmauer war das Kopfende des Bettes des Jungen. Die elektrische Hauszuleitung von der Straße verlief durch das Zimmer und unter dem Bett zum Zählerkasten.

Da der Junge bereits sehr schwach war, lag er die meiste Zeit im Bett und war so der extrem starken (aber unsichtbaren) Strahlung noch viel mehr ausgesetzt, als ein gesunder Mensch, der sich nur zum Schlafen ins Bett legt.

Ein völlig gesunder Platz war aber im ganzen Haus nicht zu finden – erst im Keller wurde ich fündig. Keine Sekunde länger durfte der Junge am alten Schlafplatz bleiben. In dieser Nacht halfen wir alle zusammen eine neue Schlafstätte im kalten Keller (es war Winter) für Mutter und Sohn zu schaffen – und Mario wurde in kürzester Zeit gesund und blieb es bis heute!


Bei uns liegt der amtliche Grenzwert für magnetische Wechselfelder bei 100.000 nT. Es gibt aber internationale Studien die zeigen, dass bereits ab 200 nT das Krebsrisiko deutlich ansteigt. Deshalb gibt es in Schweden auch Richtlinien, dass Häuser nur dort gebaut werden sollen, wo der Wert der magnetischen Wechselfelder unter 200 nT liegt. Schweden begann auch bereits 1993 Hochspannungsleitungen aus der Nähe von Kindergärten und Schulen zu entfernen. Im US Bundesstaat Tennessee müssen Hochspannungsleitungen einen Abstand von 400 m zu Schulen einhalten. In der Schweiz liegt der Grenzwert bei 1.000 nT. Verantwortungsvolle Baubiologen werden aber erst dann einen Schlafplatz für unbedenklich und optimal erklären, wenn Richtwerte von 100 nT unterschritten werden !
Ebenfalls wissenschaftlich gesichert ist, dass es Menschen gibt, die extrem elektrosensibel sind und schon geringer Elektrosmog kann Symptome wie Erschöpfung, Nervosität, Schlafstörungen und vieles andere auslösen. Kinder können z.B. auch mit Lernstörungen und Hyperaktivität reagieren.

Zusammenfassend kann ich nur jedermann dringend raten, sich von einem erfahrenem Fachmann auf dem Gebiet der Elektrobiologie seinen Schlafplatz (ev. auch seinen Arbeitsplatz) mit Präzisionsgeräten genau untersuchen zu lassen. Warnen möchte ich auch vor einem sehr häufig gemachten Fehler: viele Leute lassen sich einfach einen Netzfreischalter einbauen oder legen sich eine „geerdete Entstrahldecke“ unter die Matratze und sind der Meinung (weil leider viele unseriöse „Fachleute“ dies versprechen) nun einen elektrobiologisch gesunden Schlafplatz zu haben! Dabei kann man damit durchaus genau das Gegenteil erreichen: Die bisher kompensierten Felder dekompensieren plötzlich und es bauen sich erst recht starke Felder auf. Wie in der Medizin, so ist es auch hier: zuerst eine genaue Diagnose und dann erst die Therapie. Das heißt, zuerst eine genaue Messung und erst dann Sanierung und wieder Überprüfung).
Aus der Praxis weiß ich, dass meist mit billigen Messgeräten gearbeitet wird und dem „Laien“ unseriöse Taschenspielertricks vorgeführt werden, um dann teure Entstrahlgeräte zu verkaufen. Für genaue Messungen benötigt man hochwertige Einzelgeräte (also getrennte Geräte für elektrische Wechselfelder/für magnetische Wechselfelder mit Langzeitmessfunktion und PC Aufzeichnung/für Elektrostatik/für elektromagnetische HF Strahlung und Erdmagnetfelder). Eine gute Ausrüstung kostet locker 15.000 Euro und mehr. Darüber hinaus ist viel Basiswissen und Erfahrung nötig. Schließlich muss der Fachmann auch sofort einen Sanierungsplan ausarbeiten. Das gelingt im Normalfall z.B. durch den gezielten Einsatz von Netzfreischaltsystemen. Aber manchmal sind umfangreiche elektrische Umbauten und Abschirmungen nötig.

Auch konnten wir durch das Verlegen von oberirdischen Hauszuleitungen in die Erde in Zusammenarbeit mit der EVN (bei uns in Niederösterreich) schon oft eine zufriedenstellende Lösung finden.